DJ-Controller kaufen: Kanäle, Jogwheels und der Anschluss an die Anlage
Ein Controller ist eine Bedienoberfläche, häufig mit eingebautem Wandler. Die Frage lautet daher nicht, welches Gerät am meisten kann, sondern welches zu Ihrem Einsatzzweck passt und in zwei Jahren noch passt.
Kanäle, Jogwheels und Fader beurteilen
Zwei Kanäle genügen für das Üben und für die meisten Auftritte in kleinem Rahmen. Vier Kanäle lohnen, wenn Sie zusätzliche Klangquellen einbinden oder mehrschichtig arbeiten wollen. Wichtiger als die Kanalzahl ist, ob sich ein externer Zuspieler über einen Cinch- oder Klinkeneingang einschleifen lässt, denn daran scheitern viele preiswerte Geräte.
Die Bedienelemente verdienen dieselbe Aufmerksamkeit wie die Anschlussliste. Prüfen Sie im Laden drei Dinge: Wie schwer läuft das Jogwheel, wie genau reagiert die Oberseite auf Berührung und wie groß ist das Spiel des Crossfaders. Ein austauschbarer Fader ist ein deutliches Qualitätsmerkmal, weil er das Verschleißteil betrifft. Gute Geräte erlauben zudem eine Justierung der Faderkurve.
Kaufen Sie nach Anschlüssen und Haptik, nicht nach der Anzahl beleuchteter Tasten. Die Tasten benutzen Sie nach drei Monaten ohnehin nur zur Hälfte.
Anschluss an die Anlage
Hier trennt sich Übungsgerät von Auftrittsgerät. Achten Sie auf:
- symmetrische Ausgänge, XLR oder große Klinke, für lange Wege zur Endstufe
- getrennten Kopfhörerausgang mit ausreichender Leistung
- Mikrofoneingang mit eigener Pegelregelung, falls Ansagen nötig sind
- ein separates Netzteil statt reiner Speisung über die Datenleitung
Die reine Speisung über die Datenleitung reicht zu Hause, im Betrieb sorgt sie regelmäßig für Ausfälle, sobald ein Rechner in den Energiesparmodus wechselt.
Rechnen Sie zuletzt die Nebenkosten ein. Eine stabile Tasche, ein zweites Kabelset und ein kleiner Ständer summieren sich auf schnell hundert Euro, gehören aber ab dem ersten Einsatz außer Haus zur Grundausstattung.