PsyPolski – Fotograf & Gründer von Psytrance Pictures

PsyPolski, eigentlich Przemysław Poniedziałek, ist begeisterter Fotograf und lichtet am liebsten die Psytrance Festivals und Goa Partys in Hamburg abHochwertige und gut getroffene Partybilder und Festival Impressionen sind stets das Ergebnis seiner kreativen und engagierten Arbeit. Ein paar davon möchte ich Euch hier zeigen. Ebenso möchte ich euch PsyPolski und seine Psytrance Pictures vorstellen und ihn euch besten Gewissens als Fotografen für Euer nächstes Event ans Herz legen. Seine Story und Bilder zeigen warum. 

Psytrance Pictures Antaris 2016

Das ist PsyPolski…

Ursprünglich geboren in Polen, ist er seit 27 Jahren in Deutschland heimisch. 14 Jahre davon ist er bereits in der Psytrance Szene unterwegs und seitdem lässt diese ihn auch nicht mehr los. Im Gegenteil. Immer weiter zog sie ihn in ihren Bann, sodass er irgendwann damit begann, die schönen Momente, die wir Alle regelmäßig auf den Gatherings erleben, für sich selbst und für uns alle festzuhalten. Was er so zu erzählen hat, lest ihr im Interview mit dem Gründer von Psytrance Pictures.

Innerhalb der letzten zwei Jahre ging die eigene Fotografen-Laufbahn dann steil bergauf. Unter anderem Dank dem DJ Nomatic. Dieser buchte ihn 2015 erstmals für die damalige Antaris. Doch am Ende gefielen nicht nur Nomatic die Bilder, sondern auch dem Festival-Team selbst. 2016 war er dann erstmalig offiziell für das Festival gebucht und auch dieses Jahr wird er wieder mit seiner Kamera am Start sein.

Antaris 2016 Bilder

Mainfloor Antaris 2016 by PsyPolski

Feuerwehr Antaris 2016

…und das sind seine Psytrance Pictures

Dank des doch recht bekannten Auftraggebers kamen schnell weitere Bookings hinzu, unter anderem die Psy Spirits VIII in Hamburg, über die wir auch hier auf Goazin.de berichteten (natürlich untermalt mit seinen Bildern). 2016 knipste er unter anderem noch die Tabakisha Moon und Easter Eggs 2016, so wie die Sommer Sonne Goa Open Air.

Die ersten Bilder für Nomatic auf der Antaris 2015, wurden noch mit einer Nikon 3200 gemacht. Danach legte er sich dann recht schnell eine Nikon D5500 zu, mit der er auch dieses Jahr die Partybilder für euch knipsen wird.

 Impressionen der PsySpirtis VIII

Mainfloor Psy Spirits VIII Edelfettwerk

Leerer Mainflor im Edelfettwerk mit Deko

Impressionen der Tabakisha Moon 2016

Tabakisha Moon 2016

Mainfloor Tabakisha moon

Interview mit PsyPolski

Aktueller Lieblings-Track / Lieblings-Set: Quadrant – Focal Point

Erste Party: Meine erste Party war eine „umsonst und draußen“, mein erstes Festival war die Antaris 2003. Bis heute erinnere ich mich sehr gerne an diese Partys zurück.

Nächste Party: Also das nächste Festival, das ich ansteuere, ist die Antaris. Ich werde aber auf der VooV Pre-Party im März wieder schöne Bilder knipsen.

Festivals 2017 – wo bist du am Start: Ich werde auf der Antaris sein, um da wieder die schönen Momente festzuhalten. Danach geht es mit meiner Freundin und meinem Besten nach Kroatien aufs Modem Festival (aber nicht um zu fotografieren), worauf ich mich wirklich besonders freue, weil es musikalisch genau das ist was mir zusagt. Zu guter letzt geht es dann im August noch zur Wonderland.

Was für Musikrichtungen begeistern dich noch? Es gibt deutschen und auch amerikanischen Rap der mir ganz gut gefällt, aber wenn ich feiern möchte dann muss guter Psy laufen, sonst komm ich nicht aus dem Knick.



Fragen & Antworten

Seit 14 Jahren Psytrance – erinnerst du dich noch an dein erstes Event? Wie kam es dazu und wie waren deine Eindrücke? Kurz gefragt: Wie bist du zu Goa gekommen?

Die Schwester einer guten Freundin hatte damals schon in der Goa-Szene gefeiert und so ist man dann halt auch mal mitgegangen. Ich war sofort infiziert! Mein erstes (großes) Event war die Antaris 2003. Die Party war super, alle haben ein Lächeln im Gesicht gehabt und es war unbeschreiblich – von der Deko, der Liebe zum Detail bis hin zu Musik und Publikum.

Und warst Du schon immer an Fotografie interessiert, oder entwickelte sich das erst durch deine Erlebnisse in der Szene?

Nein, mich hat es nie wirklich interessiert, das entwickelte sich so mit der Zeit. Immer wenn ich mir Bilder angesehen habe, dachte ich mir: Wow. Es gibt sehr gute Fotografen in der Szene und ich möchte einer davon sein, oder werden.

14 Jahre sind ja schon eine lange Zeit. Was hat sich seitdem verändert? Nenne ein paar positive und, falls es denn in deinen Augen welche gibt, negativen Entwicklungen im Bereich Psytrance.

„Anfangs, wenn mich jemand gerfragt hat, was ich denn für Musik höre und ich „GOA“ geantwortet habe, wusste keiner was das ist.  Es war eine Familie, die zusammengehalten hat und von der kaum jemand etwas wusste. Die Leute haben aufeinander geachtet und alles war mehr ein Lebensgefühl, als nur ein Musikgeschmack, den man geteilt hat. Heutzutage empfinde ich das leider anders. Dieses gewisse Etwas von damals gibt es heute nicht mehr, oder nur noch selten.

Hinzu kommt, dass man mittlerweile in eine Schublade gesteckt wird.

Aber so ist das , es entwickelt sich alles weiter. Deutschland hatte damals noch die besten Festivals in Europa, meiner Meinung nach, doch nun sind für mich nicht mehr viele dabei. Eher die im Ausland.“

Man hört von einigen DJs und anderen Arten von Künstlern oft, dass man auf einigen Events nicht wirklich die Wertschätzung und den Respekt erfährt, den man erwarten darf. Gerade in einer Szene mit viel Nächstenliebe, wie unserer. Hast du da such schon schlechte Erfahrungen gemacht?

„Es kommt darauf an,  DJs werdem im Preis gedrückt, genau wie alle anderen Mitwirkenden einer Party auch. Nur dass ein DJ wahrscheinlich mehr bekommt und einige Veranstalter die Fotos gratis haben wollen, aber das ist, zum Glück, nur gaaaaanz selten der Fall.“

Zwischen deinem ersten Booking 2015 und deiner ersten Berührung mit Psytrance verging jede Menge Zeit. Erzähle ein bisschen von deinem Werdegang als Fotograf.

„Angefangen hat es für mich nach einer 5-jährigen Psytrance Pause, als ich mit Nomatic gesprochen hatte und er meinte, willst nicht mal wieder mitkommen? Und Fotos und Videos für mich machen?

Ab da wusste ich, das wird es. Eine Woche später bin ich los, um mir eine Spiegelreflexkamera zu kaufen. Das war ganz schön mutig, denn die kosten gutes Geld. So entstand „Psytrance Pictures“ auf der Antaris 2015.“

Hat sich dein persönliches Party- und Festivalerlebnis verändert, seit du als Fotograf dort bist? Vermisst du abundzu die Ruhe, nur dort zu feiern, anstatt die Feiernden fotografieren zu müssen?

„Ja, es hat sich verändert.  Früher war ich da und habe den Zeltplatz und einen Floor mitbekommen, heute laufe ich herum und sehe mir das ganze drum herum an und bin begeistert was die Teams auf die Beine stellen. Es gibt nichts schöneres, als sich nach dem Aufstehen vor den Main Floor zu setzen, ein Müsli zu essen und Chai-Tee zu trinken, während die Sonne schon hoch am Himmel den Acker zum glühen bringt.“

Fotografierst du auch außerhalb der Szene, also z.B. Portraits, Messen oder andere Events?

„Nein, ich mache ausschliesslich Psy-Bilder. Klar, wenn mich jemand fragt, ob ich von ihm Bilder machen kann, dann mach ich das auch. Aber dass die nicht perfekt werden, wie von Fotografen, die es täglich machen, muss jedem bewusst sein.“

Was unterscheidet deine Bilder von deinen Mitbewerbern? Warum sollte man unbedingt Psytrance Pictures buchen?

„Das kann man so nicht beantworten.

Jeder der Fotografen in der Szene macht gute Bilder. Der eine bearbeitet viel, der andere macht Kunst daraus, wiederum ein anderer lichtet lieber einzelne Personen ab, die sich gerne fotografieren lassen. Und ich liebe es, die Deko und Menschenmassen festzuhalten. Ich versuche so wenig wie möglich zu bearbeiten, sodass die Leute, die sich die Fotos ansehen, genau das sehen, was auch ich und die Partygäste gesehen haben.“

Wie wählst du eigentlich deine Motive aus?

„Meine Motive wähle ich immer spontan aus. Wenn mir etwas gefällt, dann wird ein Foto gemacht, aber auch so in die Menge zu fotografieren ist toll, denn dabei entstehen schöne Momentaufnahmen.“

Ist es dein Ziel, sie zum Hauptberuf zu machen, falls sie es nicht schon ist?

„Nein es ist nicht mein Ziel. Es ist ein Hobby und das bleibt auch so, glaub ich. Ich bin mit meinem handwerklichen Beruf sehr zufrieden.“

Wie hast du dir das Fotografieren beigebracht? Selfmade, durch Kurse, oder einfach durch Ausprobieren?

„Ich habe es einfach ausprobiert und mit anderen Fotografen gesprochen, wie man dies und das macht, und mich dann in meine Kamera reingefuchst und ausprobiert.“

Was kostet es eigentlich, dich als Fotografen zu buchen?

„Das kann man so pauschal nicht sagen, es kommt darauf an, wie groß die Party ist, wie lange ich fotografieren soll, wieviel der Veranstalter mit der Party einnimmt. Wenn jemand eine kleine indoor macht, bei der er gerade so eben plus macht, bin ich der letzte der sagt er möchte unbedingt seine ganze Gage.“

Wenn jemand dir heute sagt, er möchte auch Fotograf für Partys & Events werden, was würdest du ihm sagen und was wären deine Tipps an ihn oder sie?

„Hm, ich würde sagen , entscheide dich ob Canon oder Nikon 😀

dann setzt euch mit der Kamera auseinander und auch mit den Programmen die es zum Bearbeiten gibt.

Und wenn sich jemand dafür entscheidet, dann auf gute Zusammenarbeit.“

Was möchtest du den Goanauten und Goanautinnen allgemein’ gerne mit auf den Weg geben? Was du willst, Lebensweisheiten, Tipps für 2017, irgendwas 😀

„Das was ihr auf der Party seht, bleibt in Erinnerung und verblasst, aber ich bin dafür da die Erinnerungen festzuhalten. Das Internet vergisst nie!“

Danke, für das sympathische Interview!

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