Titelbild: Minitopia Facebook-Seite

Minitopia – Die Stadtfarm: Urbane Selbstversorung in Hamburg

In Wilhelmsburg entsteht derzeit Hamburgs erste Stadtfarm; Minitopia, ein kleines, grünes Selbstversorger-Paradies, in der Georg-Wilhelm-Straße 322. Auf dem Gelände sollen Stadtmenschen wie Du & ich wieder lernen wie man gärtnert, richtig frisch kocht und unabhängig von Stromnetz und Supermarkt lebt. Und zwar nicht in trockenen und theoretischen Lehrstunden und Gruppendiskussionen, sondern anhand von tollen Workshops und Projekten, die jeder von euch ab sofort mit gestalten kann. Insgesamt stehen auf dem Gelände eine 200 Quadratmeter Halle, eine 60 Quadratmeter Werkstatt und 1.000 Quadratmeter verwilderter Garten zur Verfügung. All‘ das soll nun mit eurer Hilfe in eine heile und grüne Welt verwandelt werden. Na klar, aktuell braucht man noch etwas Vorstellungsvernögen, um sich zwischen satt-grünen Wiesen (inkl. grasender Pferde) und LKW-Werkstatt ein neues Selbstversorger-Paradies vorzustellen. Aber was die Jungs und Mädels bisher geleistet haben, kann sich definitiv schon sehen lassen und lässt erste Vorstellungsversuche zu, was sich in nächster Zeit hier entwickeln könnte. Noch mag hier Chaos herrschen, doch bald wird ein Paradies erblühen. Das Tolle daran; Goanauten lieben beides 😉 Das Paradies und Chaos.

Hintergrund der urbanen Bewegung

Organisiert wird das Ganze von den beiden Hamburgerinnen Stevie und Käthe, typische hanseatische Querköpfe- und Denker. Wie immer mehr Menschen wollen auch sie weg von der Abhängigkeit großer Konzerne, hin zu mehr Freiheit im urbanen Raum. Mit dem Verein AlterNation e.V. dokumentieren sie seit 2012 solche Initiativen und Community Projekte. In der Heimat Hamburg fehlte es allerdings noch an einer Bewegung.

Das Ziel: aufzeigen und deutlich machen, welche Auswirkungen der westliche Lebensstil, der für uns schon lange zum Alltag geworden ist, auf weltweite Entwicklungen hat und welche Verantwortung auch du daran trägst. Aber ohne Zeigefinder, sondern mit Ideen für Veränderung. Im Anschluss geht es darum, Alternativen zu unserem Lebensstil nicht nur zu besprechen, sondern vor Ort vorzuleben und zu erleben. Das Besondere; auch in einer Großstadt wie Hamburg gibt es genug Möglichkeiten dazu, sich unabhängig zu machen. Und ein Abstecher in die Natur kann so oder so nur gut für uns sein. Und keiner ist gezwungen, sich sofort überall mit einzubringen. Jeder ist herzlich eingeladen, einfach nur dort zu verweilen, sich alles anzusehen und dann ggf. seine Ideen, oder seinen Tatendrang einfließen zu lassen.

Zum Verweilen laden u.a. der Außenbereich, als auch eine selbstgezimmerte Lounge ein, in der man sich auf bequemen Kaffeesäcken oder gepolsterten Paletten niederlassen kann.

Ziel ist es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, welche Auswirkungen unser Lebensstil auf weltweite Entwicklungen hat, welche Verantwortung jede/r Einzelne trägt und vor allem: welche Alternativen es gibt, die auch im kleinen Rahmen mit wenig Mitteln im Alltag umsetzbar sind, um eine Kehrtwende einzuleiten.

Holztresen in Minitopia
Am selbstgezimmerten Tresen wird in Minitopia diskutiert, gegessen und Neues entwickelt – jeder ist herzlich eingeladen. Bild: Minitopia Facebook-Seite
Auch Kunst & Kreativität spielen hier eine große Rolle. Sicher etwas, wo viele von euch gerne mit anpacken möchten. Bild: Minitopia Facebook-Seite
Auch Kunst & Kreativität spielen hier eine große Rolle. Sicher etwas, wo viele von euch gerne mit anpacken möchten. Bild: Minitopia Facebook-Seite



Der wilde Garten wartet noch auf Städter mit grünem Daumen...oder solche, die es werden wollen. Bild: Minitopia Facebook-Seite
Der wilde Garten wartet noch auf Städter mit grünem Daumen…oder solche, die es werden wollen. Bild: Minitopia Facebook-Seite

Selbstversorger werden…aber wie?

Auch Stevie und Käthe wissen das noch nicht so ganz genau. Aber sie wissen, dass es nur einen Weg gibt, das herauszufinden; Menschen an einem Ort versammeln, an dem sie ihre Ideen ausprobieren und verwirklichen können. Wie vieles im Leben, ist auch dieses Abenteuer ein Selbstexperiment.

Minitopia ist Lernort, Plattform und Spielplatz zugleich. Zu den Workshops kann sich jeder, der Interesse hat, anmelden und bei der Entwicklung mitwirken. Zum Beispiel bei Seminaren in der Upcycling-Werkstatt, oder zum Thema Lebensmittel. Dabei wird mit dem gearbeitet, was bereits da ist. Das meiste davon wurde gespendet. An dieser Stelle also der Hinweis, dass ihr auch helfen könnt, ohne vor Ort zu sein. Spendet, was ihr entbehren könnt. Denn das ist es, was Minitopia vermitteln möchte; alles kann wiederverwendet werden.

Das zeigt schon das Ergebnis, welches Stevie und Käthe mit eurem Support bis jetzt aus der alten Brummi-Werkstatt herausholen konnten; Lounge-Ecke + Bar, Pferdeweide, Außenbereich, ein Gewächshaus in der Planungsphase, eine Werkstatt und viel Farbe und Kreativität, für die vor allem Künstler aus Willhelmsburg gesorgt haben – es geht voran!

Minitopia unterstützen & mitmachen

(Quelle: www.minitopia.hamburg)

Wir haben bereits ordentlich vorgelegt, um das Grundstück in Schuss zu bringen, viel Material geschenkt bekommen und viel Unterstützung vor Ort erfahren. Allerdings sind noch einige Investitionen erforderlich, um das Grundstück für unsere Zwecke nutzbar zu machen. Wir machen fast alles selbst, aber für einiges müssen Profis ran, die leider nicht wenig Geld kosten. Für Kosten, die nicht über Stiftungen finanziert werden können, haben wir eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Unser Verein heißt Alternation e.V. und wir setzen als Grassroot-Organisation nicht nur auf alternative Konzepte, sondern auch auf alternative Finanzierungsmodelle – wie eben Crowdfunding. Wir möchten unabhängig bleiben und suchen daher nicht den großen Investor oder Großspender, sondern die große Masse an Weltverbesserern, die bereit sind, ihren kleinen Beitrag für eine bessere Zukunft zu leisten – ob direkt vor Ort oder mit einer kleinen Spende aus der Ferne. Obwohl Minitopia in Hamburg umgesetzt wird, verstehen wir uns als Teil einer globalen Bewegung, die viele Menschen erreichen und inspirieren möchte, selbst aktiv zu werden.

Hier geht es zur Kampagne: https://www.startnext.com/minitopia
Es gibt Dankeschöns von Herzen, und jeder Euro zählt!

Wenn Ihr uns direkt unterstützen möchtet, freuen wir uns über eine Spende auf unser Konto:
Kontoinhaber: Alternation e.V.
GLS Bank
IBAN: DE63 4306 0967 1165 6611 00
BIC: GENODEM1GLS

Es gibt außerdem so viele Möglichkeiten, unser aller Minitopia mitzugestalten:

BEET-PATEN

Strick-Blume 's ❀: Unsere Hochbeete aus Paletten, dritter Post . . .: ... hochbeet bau hochbeet paletten hochbeet möbel aus paletten garten

Ihr habt Lust, eine Saison lang eines unserer Selbstversorger-Beete zu beackern? Wir möchten im ersten Jahr rund 120 m² Beetflächen bepflanzen. Begleitet werden wir von Edouard van Diem und seinen Studis vom Permakultur-Campus Hamburg. Für Minitopisten ist der Permakultur-Kurs kostenlos, aber verbindlich und die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt. Wer noch mitmachen will, aber noch nicht bei den Treffen war, schreibt uns bis zum 12. Mai bitte über „Kontakt“, weitere Infos folgen per Mail.

WORKSHOPS

rechau: Insektenhotel: 24. Cardboard boxes …

Von Palettenmöbel, Solarkocher, Minikomposter oder Insektenhotel über Kräuterkurse, Window-Farming oder Balkonbegrünung bis Naturkosmetik, Kräuterlimonade, Fermentation oder Kochen mit dem Kochsack –  wir wollen alles ausprobieren! Da wir uns als Community-Projekt verstehen, ist jeder herzlich aufgerufen, hier sein Wissen mit uns zu teilen! Wer meint, irgendwie zum Thema „Selbstversorgung“ und „Nachhaltige Entwicklung“ beitragen zu können, möge sich bitte bitte melden!

Termine werden im Kalender bekannt gegeben.  Die meisten Workshops sind kostenlos, Spenden für Material aber immer gern gesehen.  Die Teilnehmerzahl ist z.T. begrenzt; wer auf Nummer sicher gehen möchte, meldet sich per Mail an. Für alle, die nicht dabei sein können, gibt es später auf dem Blog eine Zusammenfassung.

RÄUME

 

 

 

Für gleichgesinnte Initiativen gibt es die Möglichkeit, für Workshops, Seminare,  Vorträge oder Veranstaltungen unsere tollen Räume zu benutzen.  Ist das Angebot für TeilnehmerInnen kostenlos, könnt Ihr kostenlos alles nutzen; nehmt Ihr Geld von TeilnehmerInnen, nehmen wir Geld von Euch. Schreibt uns!

PROJEKTE

Mit den Themen von Minitopia beschäftigen wir uns privat uns beruflich schon seit vielen Jahren. Wir selbst haben aber von Vielem, was hier stattfinden soll, auch nur gelesen, deswegen laden wir uns ExpertInnen ein, um uns – und EUCH – zu zeigen, wie es geht. Was wir aber ganz gut können, ist Konzepte entwickeln, Projekte planen und Fördermittelanträge stellen. Falls Ihr also  Ideen im Kopf habt, was hier unbedingt ausprobiert werden muss, oder sogar selbst ein Projekt starten wollt, aber nicht recht wisst, wie und wo anfangen: Schreibt uns!

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