Leas Fimo Schmuck

Ja, die Festival-Saison geht zu Ende, die Indoor Saison steht vor der Tür. Und plötzlich stelle ich fest, dass bald wieder ein Jahr rum ist und ich beinahe nur noch über Events und Musik geschrieben habe. Deshalb ist nun mal wieder ein kleiner Beitrag zu selbstgemachten Produkten der Goanauten & Goanautinnen an der Reihe. Dieses mal geht es um den Fimo Fimmel, der in  letzter Zeit wieder um sich zu greifen scheint – zurecht, denn die fertigen Schmuckstücke und Dekoartikel, die man daraus formen kann, sind wirklich immer wieder sehr, sehr hübsch anzusehen und obendrein halten sie sehr lange. Fimo ist nahezu unbegrenzt formbar und man kann jede Menge Arten von Schmuckstücken daraus fertigen. Auf dem ov-silence Summer Opening lernte ich dieses Jahr Lea kennen, die mir von ihren Fimo Produkten erzählte. Da sie an dem Tag selber zum feiern da war gab es nicht so viele Produkte zu sehen, außer die, die sie selbst trug: eine Kette und die beliebten Dreadperlen, die aktuell wohl ihre Bestseller sind. Später schickte sie mir dann noch ein paar Bilder und Infos aus ihrem Sortiment zu und wir machten ein Kurzinterview.

Was ist FIMO überhaupt?

FIMO ist eine Masse aus PVC und phthalfreien Weichmachern, deren Basisrezeptur bereits 1939 entwickelt wurde, ursprünglich um Puppenköpfe zu modellieren. So viel konnte ich bei Wikipedia rausfinden 😉 Für die meisten von uns ist FIMO als die formbare Modelliermasse bekannt, die seit 1954 auf dem Markt verkauft wird – bis Heute. Die formbare Masse kann zu allen möglichen Figuren, oder eben auch zu Schmuck geformt werden. In rohem Zustand kann sie vielfältig bearbeitet werden (mit flüssigen Farben oder Pulvern gemischt oder bedeckt werden, gestempelt usw.). Doch auch nach dem Aushärten an einer Wärmequelle kann es noch bestempelt, geschnitzt oder geschliffen werden. Kurz gesagt: FIMO ist eine Masse für Kreative, die eigentlich zu allem geformt werden kann, was man sich in seinem Kopf so vorstellen kann. Und die meisten von uns wissen, dass das eine Menge ist.

Leas FImo Dreadperlen

Lea hat sich für Saraswati Schmuck entschieden – genauer gesagt für ihren Fimo Prema Saraswati Schmuck. Auf der verlinkten und noch sehr neuen Facebook-Seite findet ihr Leas Kunstwerke zu sehr fairen Preisen. Häufig findet man an den Verkaufsständen auf Festivals und Open Airs auch kleine Märchen- und Pilzlandschaften aus Fimo, Anhänger, kleine Figuren, Dekorationsartikel oder abstrakte Muster. Nach dem Aushärten wird dann häufig noch mit Acrylfarben, mit farbigem oder mit klarem Lack gearbeitet. Man hört ja häufig, was für eine meditative Wirkung das künstlerische Arbeiten mit den Händen haben soll und natürlich ist es nie verkehrt, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Bei Fimo kommt zusätzlich hinzu, dass, aufgrund der flüssigen Modelliermasse, wirklich nahezu Alles möglich ist, während das ausgehärtete Produkt von großer Stabilität ist. Nicht verkehrt, denn auf Festivals sind unsere Accessoires nicht selten großen Belastungen und einem Dauereinsatz ausgesetzt. Tragekomfort und Robustheit sollten dort Hand in Hand gehen. Fimo Schmuck ist da eine gute Wahl. Lea stellt mit diesem Verfahren zum Beispiel Dreadschmuck her, Armbänder, Ketten, Ohrringe und alles, was die Kreativität so hergibt.

Fimo Schmuck Lea

 

Und wer ist jetzt Lea?

Natürlich möchte ich euch auch die Künstlerin hinter den Fimo-Werken präsentieren: Lea aus Hamburg, die vor ca. fünf Jahren das erste Mal in die Psytrance-Welt eingetaucht ist. Spannend finde ich, dass Lea sich seit ihrer Kindheit für den Buddhismus interessiert und schon lange meditiert. Dieser Weg scheint oft in unsere bunte psychedelische Welt zu führen. Bei einigen ist es auch andersherum, so wie bei mir. Ihre erste Open Air war in Veddel, unter einer Autobahnbrücke – die meisten Hamburger dürften wissen, welche gemeint ist. Denn da sie erst vor Kurzem 18 geworden ist, blieben lange Zeit nur die inoffiziellen Open Airs der Hansestadt, um die Liebe zur Goa Musik auszuleben. Und ganz ehrlich: anfangs ist das auch gar nicht so verkehrt. Viele schwören ja bis heute immer noch eher auf die kleinen, unangemeldeten Events. Doch in einem Punkt hatte Lea mehr Glück als viele andere Goa-Neulinge in ihrem Alter. Ihre Mutter begann ebenfalls sich für die Kultur und Musik zu interessieren und so besuchte sie mit ihr das Shining Festival 2016. Es folgte anschließend auf dem diesjährigen Airbeat One Festival. Fimo begeisterte Lea bereits in ihrer frühen Kindheit, damals allerdings eher als eine Art Knetmasse. In ihrer Jugend begann sie dann damit, Schmuckstücke anzufertigen und verkaufte diese dann schließlich auf den ersten kleinen Events.

Sie stellt Dreadperlen, Armbänder, Halsketten, Schlüsselanhänger, Ohrringe aus Fimo her, doch mittlerweile gibt es auch Haarschmuck aus Makramee und Federn auf ihrer Facebook-Seite zu bestaunen und zu kaufen. Wir wünschen der 18-jährigen, die mit viel Herzblut bei der Sache ist und auch nicht lockerließ, bis ich Trödelbacke endlich mal die Kurzvorstellung onlinegestellt habe, alles Gute und viel Erfolg mit ihren kreativen Schmuckstücken. Hoffentlich können wir mit Goazin.de einen Teil dazu beitragen, dass sich noch mehr von euch für ihre Kunst interessieren. Die 18-jährige malt übrigens auch sehr gerne und bringt auch ganze Bildwelten auf Leinwände. Vielleicht Stoff für einen zweiten Beitrag und weitere schöne Bilder? 😉 Wir werden sehen!

 

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