Arne, Goanaut aus der Doppel-H-Stadt

Moin, moin,

erst Mal freut es mich, dich auf meinem Magazin begrüßen zu dürfen. Mein Name ist Arne, 25 Jahre alt, aus Hamburg. Seit fast einem Jahrzehnt fahre ich auf Festivals und besuche jede elektronische Tanzveranstaltung, zu der ich es schaffe und zu der meine Beine mich tragen. Mein erstes „Elektro“-Festival war die Fusion im Jahr 2008. Seitdem ging es quer durch Deutschland auch schon über die Grenze hinaus, zur O.Z.O.R.A., nach Ungarn. Auch in Hamburg bin ich natürlich auf vielen Events unterwegs, primär aber auf Open Airs. Einige nennen mich einen Goanauten, weshalb ich dieses Buzz Word natürlich gerne verwende, um Dir als Leser gleich klarzumachen, dass du hier richtig bist, wenn dein Herz für Goa Musik, Psy, Proggy, Dark, die Szene, die Kultur und die Menschen schlägt.

Die Gründung des Goazins

Auf dem ersten Shining Festival, Nähe Stade.
Auf dem ersten Shining Festival, Nähe Stade.

Eigentlich wollte ich nie in einer Stadt leben. Seit fünf Jahren arbeite ich aber im Online-Marketing, weshalb es mich mittlerweile in die Hamburger Agenturwelt verschlagen hat. Doch es war nicht nur der Beruf, in den ich mich hier verliebt habe, sondern auch meine Freundin Anna, ohne deren Unterstützung ich übrigens niemals die Ruhe und Zeit finden würde, meine freie Zeit dem Schreiben zu widmen. Sie ist der eigentliche Grund, weshalb ich dann doch in diese Stadt gezogen bin, auf die ich früher eigentlich nie länger als ein Wochenende Bock hatte. Aber auch die Hamburger Stampfszene, die mich seit dem ersten Abend auf einem hanseatischen Floor bzw. auf einem Hamburger Acker nicht mehr losgelassen hat, macht diesen Ort für mich unverzichtbar.

Seitdem tanze ich Wochenende für Wochenende durch mein Leben und das nicht zu den immer gleichen Klängen des Hamburger Kiez, oder den üblichen Diskotheken, sondern zu wummernden, elektrisierenden Bässen und Melodien. Offbeat, Dark, Psy, Proggy, Full-On – für mich gibt’s da keine Grenzen, genau wie für dieses Magazin. Es geht um die Musik. Die Menschen. Den Moment. Mir hat keine Musik zuvor je so eine Zufriedenheit und Ausgeglichenheit gegeben. Die Stakkatoklänge, die konstante Trommel, die energetsichen Kicks, berührende Vocals (wenn es nicht zu viele sind); sie sind es, die für mich den musikalischen Unterschied, zwischen Party & Goa ausmachen. Unter einem der aufgewirbelte Staub (oder der Schmutz eines Clubs) und die pulsierenden Beine. Zumindest für mich, gibt’s dafür einfach keinen Ersatz.

Muss halt sein - Jogginghose geht nicht immer...
Muss halt sein – Jogginghose geht nicht immer…

Leider musste ich mich in letzter Zeit aber trotzdem immer wieder von meiner musikalischen Liebe losreißen, denn die (Berufs)Pflicht ruft. Und das immer lauter und eindringlicher, je älter man wird. Deshalb kam ich auf die Idee, meine beruflichen Skills mit meiner privaten Leidenschaft zu verbinden und der Hamburger Goaszene eine Plattform zu schaffen. Und damit meine ich nicht ausschließlich DJs, Veranstalter und selbsternannte Gurus – ich meine dich, dich und ja: dich auch! 

Außerdem texte und schreibe ich für mein Leben gern‘, bin aber oft etwas ermüdet, von den häufig gleichen Ansätzen und Inhalten von Werbetexten. Deshalb werde ich nun alle Emotionen und alle Leidenschaft für das geschriebene Wort auch in diesem Magazin ausleben. Denn es gibt wohl kaum einen größeren Kontrast als den, zwischen Mainstream-Werbung und Psytrance.

Was Goa in Hamburg für mich ausmacht

Es sind die ganz normalen und liebevollen Menschen, die diese Szene und dieses magische Gefühl einer durchgetanzten Nacht ausmachen. Das Mädel, das ihre selbstgemachten Armbänder verkauft, die lebhaft debattierende Gruppe am Feuer, die unermüdlichen Stampfer, die sich auf dem Floor schon ihre eigene Grube geschaufelt haben (mit den Füßen!) und die zahlreichen Menschen, die immer wieder aus dem Nichts auftauchen, freundlich lächeln, oder dich mit Wasser versorgen. Die schweissgetränkte, energiegeladene Symbiose, die all‘ diese Menschen eingehen – genau das ist die Hamburger Goaszene. Immerhin eine der Größten, im ganzen Land.

Jemand sagte mal zu mir, dass der maßgebliche Unterschied der Goa-Szene zu anderen Szenen ist, dass sich die Menschen bei Augenkontakt anlächeln, egal wer sie sind und ob sie sich kennen, oder nicht. Woanders schauen sie weg, oder fühlen sich belästigt. Augenkontakt kann außerhalb unseres kleinen Kosmos sogar Ärger provozieren. Auch ich bin ein Mensch, der sich eigentlich nicht gerne anschauen lässt. Aber komischerweise hat mir das ab dem ersten Moment auf einer Hamburger Goa-Party nichts mehr ausgemacht.

Was hast du zu erzählen?

Und deshalb möchte ich genau diese Menschen zusammenführen, ihnen helfen sich mitzuteilen und vor allem ein noch stärkeres Gemeinschaftsgefühl erzeugen, indem es ein Magazin gibt, welches all‘ diese Emotionen zusammenträgt und sie Interessierten auch zeitgemäß und übersichtlich zugänglich macht: Goazin.de.

Und ja, auch Hamburger haben Emotionen! Wenn du dich erst Mal in die Hamburger Goa-Szene verliebt hast weißt du, warum in meinem Magazin nicht die Größen der Szene und die großen Labels im Fokus stehen, sondern all‘ die wunderbar verschobenen Fischköpfe, die euch jedes Wochenende auf dem Floor und darum herum begegnen.

Ich habe mich dabei für den Anfang bewusst gegen eine Community wie bei Facebook und in Foren entschieden, da es davon bereits jede Menge gibt und diese seit Jahren zu einem Schmelztiegel geworden sind. Das soll auch so bleiben. Hier soll niemandem das Publikum weggenommen werden. Konkurrenzdenken gehört für mich nicht unbedingt in diese Szene. Ich möchte eure Geschichten und eure Kunst, egal was es ist, in schöne und natürlich indirekt auch werbewirksame Beiträge verpacken. Denn ich finde, dass jede Form von Kreativität und Eigeninitiative ein Publikum verdient hat. Zumindest, wenn der- oder diejenige es sich wünscht.

Wenn du also eine Geschichte hast, die Du uns allen erzählen möchtest, etwas anbietest, was du gerne mit anderen Goanauten teilen möchtest, oder einfach nur deinen Senf dazu geben willst, nimm‘ Kontakt mit mir auf und wir veröffentlichen deine Story, dein Anleigen, oder dein Angebot.

Hamburgs GOA & Techno Partys – Impressionen

Techno Party Open Air in Willhelmsburg
Techno Party Open Air in Willhelmsburg
Shining Festival in Stade 2015
Shining Festival in Stade 2015
Summer Opening Grünanlagen Hamburg
Summer Opening Grünanlagen Hamburg

Ein Gedanke zu „Hamburg, let’s stampf together!

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