10 Gründe für Open Airs statt Clubs in Hamburg

Ja, es ist wieder soweit: mit der Summer Opening 2017, wird die Psytrance & Elektro Open Air Saison in Hamburg wieder offiziell eröffnet. Natürlich finden auch bereits vorher erste kleine Acker-Partys statt, über die ihr euch in den entsprechenden FB-Communitys informieren könnt. Ebenso wird das Festival Hai in den Mai 2017 bereits vorher den Floor wieder unter den freien Himmel verlagern. Im April und Mai warten außerdem noch die Flocodelica Open Air und die Herrentags OA in Blievensdorf auf euch. In Lübeck startet dieses Jahr im Juni eine neue Traumwelten Open Air, in Dorf Arfrade.

Wir werden versuchen, euch im Frühling & Sommer so gut es geht auf dem Laufenden zu halten. Schaut dafür einfach auf der Übersicht für Goa Partys & Open Airs in Hamburg vorbei.

Aber warum tanzen so viele von euch eigentlich lieber unter freiem Himmel, als unter vor Schweiss tropfender Club-Decke. Genau, aus Gründen! Und zwar aus 10! Achtung, Achtung; die folgenden Absätze könnten ein wenig Ironie enthalten!

Grund 1 – Wasser

Aufnahme der MS Koi auf dem Wasser
Die beliebten Hamburger Boots-Partys sind nur eine mögliche Sommer-Alternative, in maritimer Atmosphäre

Immerhin sind wir hier ja in Hamburg. Wer auf maritimes Feeling steht, das über die in den Clubs regelmäßig überfluteten WCs hinausgeht, der ist auf den OAs in Hamburg & Umgebung gut aufgehoben. Ob die beliebten Boat-Partys auf der MS Stubnitz usw, Grünanlagen Entenwerder, oder Neuhöfer Damm – Wasser zum Greifen nahe. Also endlich wieder Schwimmen in der Elbe, nicht im Juice Club Klo.

Grund 2 – Free Smoking 😉

Ok, das Argument zieht von Jahr zu Jahr weniger, denn kaum ein Club setzt das Rauchverbot konsequent um. Trotzdem hat der Sommer einen großen Vorteil, gegenüber den verqualmten Clubs: die Klamotten stinken nicht so. Und man muss nicht alle paar Minuten panisch nach einem Security-Mitarbeiter umschauen, der seinen Job vllt. doch zu ernst nimmt und das Verbot tatsächlich umsetzt. Auch müssen keine Gruppen mehr zur Befriedigung der nikotinhaltigen Gelüste Einiger getrennt werden, was regelmäßig zu heftigen Debatten mitten auf dem Floor führen kann.

Grund 3 – Die Sonnenbrille

Foto by JAM! Pix
Er hat es immer noch nicht kapiert – Foto by JAM! Pix

Eigentlich einer DER Hauptgründe dafür, dass Open Airs besser sind, als Club-Partys; man kann Sonnenbrillen tragen, ohne scheisse auszusehen. Zumindest kommt es uns selbst so vor.

Grund 4 – Partyfotos für Mutti

Man kann ja sagen, was man will. Aber Party-Fotos aus Clubs sehen für Eltern und Kollegen irgendwie immer nach Drogen, Komasaufen & Sex aus. Locations wie der SM-Club Catonium helfen dabei in der elterlichen Wahrnehmung natürlich nicht gerade weiter. Im Sommer ist es ganz egal, wie wir aussehen. Erstmal deckt die Sonnenbrille aus Grund 3 sowieso alles ab, was nicht geeignet für den Schrank mit den Familienfotos ist. Und weiterhin sieht in der Sonne und mitten auf der grünen Wiese alles gleich viel familienfreundlicher aus.

Grund 5 – Eis

Eine grundlegende Sache, die trotz abnormaler Hitze in Clubs nach wie vor so gut wie nie vorkommt: EIS!!! Endlich können wir uns beim Tanzen unter freiem Himmel wieder so richtig schön einsauen. Trotzdem nochmal die Frage an Club-Besitzer & Event-Planer: warum gibt es auf all‘ euren Hamburger Indoor Psytrance Events kein Eis? Und zweite Frage: bin ich der einzige, den das stört? 😀

Grund 6 – Hippes feiern draußen

I want to be a Hippie nowdays - Blumenkette, Sonnenbrille, Leder-Umhängetasche und weißes Strickoberteil dürfen nicht fehlen - NIEMALS!
I want to be a Hippie nowdays – Blumenkette, Sonnenbrille, Leder-Umhängetasche und weißes Hekel-Oberteil dürfen nicht fehlen – NIEMALS!

Endlich müsst ihr euch nicht mehr mit den Authentizitäts-Problemen rumschlagen. Jetzt, wo ihr den Spirit of Goa nicht mehr in der Prinzenbar leben müsst, sondern die Locations der echten Natur tatsächlich wieder nahe kommen, ist es wieder Zeit für Hekelkleider, Blumenketten im Haar und vollverspiegelte Ray-Bans. Juhu…

Grund 7 – Barfuß & Sand

Auch, wenn dieser Punkt spielerisch leicht in den Zynismus aus Grund 6 mit hätte einfließen können, so möchte ich ihn doch gesondert listen: das Barfußtanzen im Sand. Typisches Hippie-Klischee, welches ich mir auf Festivals aber angeeignet habe. Gut für die Füße. Es gibt ja auch Hardcore-Vertreter, die das auch auf Indoor Events durchziehen, aber die sollten dann eine gute Hepatitis Impfung und eine natürliche Abwehr gegen Glasscherben haben. Und gegen Grüppchen, die sich alle 5 Minuten von Links nach Rechts und Zurück über die Tanzfläche bewegen und dabei alles in Grund und Boden latschen, das nicht auf’s „freundliche“ Anrempeln reagiert hat.

Grund 8 – Keinen Kater

Logisch! Wer tagsüber feiert, hat am nächsten Morgen keinen Kater. Sondern bereits am Abend davor. Im Sommer kann man nach dieser Logik also jeden Tag feiern.

Grund 9 – Kaltes Bier

Ich muss euch jetzt wohl nicht wirklich erklären, warum ein Astra, oder ein schönes Holsten in der Sonne besser schmeckt, als im Schwarzlicht-Nebel-Schweiss-Dunst eines Clubs…

Grund 10 – Schöne Afterhour Locations

Endlich raus, aus der stickigen zwei Zimmer-Wohnung, oder dem WG-Zimmer am Schulterblatt. Bald heißt es wieder Afterhour am Elbebalkon, im Stadtpark, Schanzenpark, Entenwerder, oder wo auch immer. Und auch, wenn wir in Hamburg natürlich das Schietwedder lieben; an einem Sommermorgen ist der Hafen trotzdem schöner.

3 Gedanken zu „Bald ist wieder Sommer – 10 Gründe für Open Airs in Hamburg

  • 18. März 2017 um 18:15
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    Goa gehört nach draußen! Und das definitiv am meisten wegen Grund 7 *.*
    Ich mag Schuhe in keiner Variante. Noch weniger kann ich Socken an meinen Füßen leiden.
    Dementsprechend fieber ich den +15°c entgegen, wo ich wieder draußen bf laufen mag und man mich schnell auch in der City usw. ohne Schuhe sehen wird 😀

    Und ja ich bin eine von denen, die man egal in welcher Location, auf was für einer Party und egal bei wie viel Gästen, Schuhe mit der Jacke abgibt und non Stop barfuß Indoor feiert hehe

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  • 14. August 2017 um 19:05
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    es fehlt noch: draußen hat man meistens mehr platz. ich kann es leider nicht wirklich tanzen nennen, wenn ich bei der kleinsten bewegung zur seite, nach vorn oder hinten an der schweißnassen haut von irgendwem um mich herum kleben bleibe. passiert häufig in clubs und sehr selten auf festivals.

    und noch ein punkt: frische luft zum atmen. die ganze zeit (außer auf den dixis)

    und überhaupt. die meisten out door partys sind festivals. und die gehen einfach mal viel viel viel länger als so clubpartys und man kann sich zwischen durch ausruhen, schlafen, duschen, essen, weiter machen und die party ist dann trotzdem noch nicht vorbei. und überhaupt. es gibt 1000e gründe =D

    ich wünsche also allen noch ein paar schöne festivals bis zum ende der outdoor saison. ich mach mich jetzt auf dem weg zum psy-fi 🙂

    Antwort
    • Heddi
      15. August 2017 um 14:09
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      Heyho 🙂 dann sieht man sich ja vllt. dort. Mache mich auch bald auf den Weg

      Antwort

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